Machbarkeitsstudie Modulhaus auf bebauter Parzelle
Baurechtliche Abklärung, Planung und Visualisierung eines eingeschossigen Holz-Modulhauses als zusätzliches Wohnhaus

Projektdaten
Projektart
Wohnbau (EFH), Modulbau
Leistung
Projektphase
Aufgabe & Herausforderung
Ein Anbieter von Holz-Modulhäusern hatte einen Kunden mit einer kleinen, bereits bebauten Parzelle in der Wohnzone. Die Frage: Passt ein zusätzliches eingeschossiges Modulhaus mit Pergola und Parkplatz überhaupt darauf, und lässt es sich bewilligen? Die Parzelle ist klein und auf drei Seiten von Nachbarn umgeben. Der übliche Grenzabstand ist mit dem gewünschten Haustyp nicht einzuhalten. Damit hängt alles an drei Punkten: Stimmen die Nachbarn einem Näherbaurecht zu, wo darf der Parkplatz stehen, und reicht die Ausnützung der Parzelle noch für ein zweites Haus? Der Anbieter wollte diese Fragen geklärt haben, bevor er und seine Kundschaft Geld in ein Baugesuch stecken. Die Planung dafür hat er ausgelagert.
Planerische Umsetzung
Zuerst haben wir die geltenden Bauvorschriften (Gemeinde-Bauordnung, kantonales Baugesetz, ÖREB-Auszug) in einer Standortanalyse zusammengefasst und die Ausnützungsreserve berechnet. Dann haben wir den Modultyp des Anbieters auf der Parzelle platziert und in ArchiCAD als 3D-Modell aufgebaut. Daraus entstanden: Situationsplan 1:500 auf Basis der amtlichen Vermessung mit allen Abstandsmassen, Grundriss und vier Fassaden 1:50, 3D-Schnitte und Aussenvisualisierungen mit der Nachbarbebauung. Dazu kamen eine Kostenschätzung und ein Meilensteinplan für die weiteren Phasen. Alles zusammengefasst in einem A3-Dossier, ergänzt um ein Voranfrage-Schreiben an die Gemeinde, das die offenen Fragen zu Näherbaurecht, Strassenabstand, Pergola und Gestaltung konkret stellt.
Ergebnis & Mehrwert
Der Anbieter erhielt ein Dossier, das er seinem Kunden direkt vorlegen konnte: Standortanalyse, Pläne, Visualisierungen, Kostenschätzung, Terminplan und die eingereichte Voranfrage. Die Gemeinde bestätigte Zonenkonformität und Erschliessung und benannte die drei Anpassungen, die für eine Bewilligung nötig sind: Dienstbarkeitsvertrag für die Näherbaurechte, Parkplatz ausserhalb des Strassenabstands, Nachweis der Ausnützung. Damit ist vor dem Baugesuch klar, was zu tun ist. Der Anbieter musste dafür keine eigene Planungskapazität aufbauen, und die Unterlagen lassen sich direkt im Vorprojekt weiterverwenden.
Bereitgestellte Grundlagen
Amtliche Vermessung und Orthofoto (Geoportal), ÖREB-Auszug, Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde, Modultyp und Standarddetails des Anbieters, Fotos des Grundstücks, Angaben der Bauherrschaft.
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